Strom- und Gastarife vergleichen: So können Sie Ihre Energiekosten im Blick behalten
Strom und Gas gehören zu den regelmäßigen Kosten im Haushalt. Deshalb kann es sich lohnen, den eigenen Tarif hin und wieder zu überprüfen. Denn nur weil man schon lange beim gleichen Anbieter ist, muss der Tarif nicht automatisch noch optimal zum eigenen Verbrauch passen.
Auch wer bereits ein Balkonkraftwerk oder eine Photovoltaikanlage nutzt, kann seinen Strombezug aus dem Netz reduzieren und zusätzlich auf einen passenden Stromtarif achten.
Warum Strom- und Gastarife vergleichen?
Strom- und Gastarife unterscheiden sich unter anderem beim Grundpreis und Arbeitspreis. Auch Vertragslaufzeiten, Kündigungsfristen und mögliche Boni können unterschiedlich sein.
Beim Vergleich sollte man deshalb nicht nur auf den monatlichen Abschlag schauen, sondern den tatsächlichen Jahresverbrauch berücksichtigen.
Grundpreis und Arbeitspreis
Der Grundpreis ist ein fester Betrag, der unabhängig vom Verbrauch anfällt.
Der Arbeitspreis wird dagegen pro verbrauchter Kilowattstunde (kWh) berechnet.
Ein einfaches Beispiel:
Bei einem Verbrauch von 3.000 kWh und einem Arbeitspreis von 30 Cent pro kWh entstehen:
3.000 kWh × 0,30 € = 900 €
Dazu kommt noch der jährliche Grundpreis.
Deshalb lohnt es sich, beim Tarifvergleich beide Preise zusammen mit dem eigenen Verbrauch zu betrachten.
Auch beim Gas lohnt sich ein Blick auf den Tarif
Wer mit Gas heizt oder Warmwasser erzeugt, hat häufig einen entsprechend hohen Energieverbrauch. Dadurch kann bereits ein Unterschied beim Arbeitspreis einen Einfluss auf die jährlichen Kosten haben.
Am besten nimmt man für einen Vergleich die letzte Jahresabrechnung zur Hand. Dort findet man den eigenen Verbrauch und wichtige Informationen zum aktuellen Tarif.
Worauf sollte man beim Vergleich achten?
Neben Grund- und Arbeitspreis können folgende Punkte wichtig sein:
- Jahresverbrauch
- Vertragslaufzeit
- Kündigungsfrist
- Preisgarantie
- Boni
- Service des Anbieters
Gerade bei Tarifen mit Bonus sollte man genauer hinschauen. Ein Tarif kann im ersten Jahr durch einen Bonus besonders günstig erscheinen, während sich die Kosten danach verändern können.
Balkonkraftwerk und Stromtarif kombinieren
Wer ein Balkonkraftwerk besitzt, produziert einen Teil seines Stroms selbst. Dieser kann direkt im Haushalt genutzt werden und muss dann nicht aus dem öffentlichen Netz bezogen werden.
Allerdings produziert ein Balkonkraftwerk nicht rund um die Uhr Strom. Abends oder bei schlechtem Wetter wird weiterhin Energie aus dem Netz benötigt.
Deshalb können Solarstrom und ein passender Stromtarif gut zusammenspielen:
☀️ Solarstrom erzeugen
↓
🏠 Eigenen Strom direkt nutzen
↓
⚡ Weniger Strom aus dem Netz beziehen
↓
💡 Restlichen Strom über einen passenden Tarif beziehen
Unser Tipp
Wer schon länger beim gleichen Anbieter ist, kann einfach einmal die letzte Jahresabrechnung hervorholen und Verbrauch, Grundpreis und Arbeitspreis überprüfen.
Auch mit einem Balkonkraftwerk lohnt sich dieser Blick, denn selbst erzeugter Solarstrom und ein passender Stromtarif können gemeinsam dabei helfen, die eigenen Energiekosten besser im Blick zu behalten.
Wer seinen Verbrauch kennt, kann Tarife besser vergleichen und herausfinden, welche Lösung zum eigenen Haushalt passt.




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